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Zum Ende der Seite springen Jean Paul Sartre
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BukTom
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Jean Paul Sartre Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Wohl hauptsächlich in der legendären Neujahrsrede
spricht Bernd folgenden, denkwürdigen Satz:
"Ein kluger Mann hat einmal gesagt:
Die Hölle, das sind die anderen !- Er hatte Recht."

Wer ist dieser kluge Mann ?

Erklärung:
Es handelt sich um Jean Paul Sartre, der dies in einem seiner Stücke
("Geschlossene Gesellschaft") schrieb.
Wikipedia:
Jean-Paul Sartre (* 21. Juni 1905 in Paris; † 15. April 1980 in Paris; vollständiger Name Jean-Paul Charles Aymard Sartre) war ein französischer Schriftsteller und Philosoph.
Der vor allem als Erzähler, Dramatiker, Essayist und Philosoph tätige Autor gilt als der wohl bedeutendste und repräsentativste französische Intellektuelle des 20. Jahrhunderts. ...
Zur Philosophie Sartres:
Hauptpunkt seiner früheren Thesen (allen voran in L'être et le néant, 1943) ist, dass der Mensch zur Freiheit verurteilt sei: er trifft in jeder seiner Handlungen eine Wahl, und sei es nur die (z.B. unter Folter), zu leben oder zu sterben. Äußerliche Zwänge aufgrund äußerer gesellschaftlicher, natürlicher oder göttlicher Direktiven leugnet Sartre - dies sind Konstruktionen, die dem Menschen die Verantwortung für das, was er tut, nicht abnehmen. Er sagt: "Die Hölle, das sind die anderen": die Erwartungen und Projektionen, die durch Mitmenschen an einen gerichtet werden, manipulieren dessen Handeln, wenn er ihnen gerecht zu werden versucht - aus Bequemlichkeit, weil er der Verantwortung ausweicht, sich selbst stets neu erfinden zu müssen. Am bündigsten formuliert er seine These mit dem Satz "Die Existenz geht dem Wesen voraus" ("L'existence précède l'essence") - einzig sein nacktes Dasein ist dem Menschen vorgegeben; was ihn am Ende ausmacht, muss er erfinden.
... Weiteres Zitat: "Wer die Dummköpfe gegen sich hat, verdient Vertrauen." ...

Das Stück:
Geschlossene Gesellschaft (fr. Huis-clos, Bei geschlossenen Türen) ist ein Drama des französischen Schriftstellers und Philosophen Jean-Paul Sartre. Es wurde 1944 uraufgeführt.
Handlung:
In Huis-clos finden sich zwei Frauen, die reiche Estelle und die Postangestellte Ines, und der Journalist Garcin nach ihrem Tod in einem geschlossenen Raum, der Hölle, wieder. Garcin hat seine Frau misshandelt und in entscheidenden Situationen feige versagt. Die lesbische und zugleich hochintellektuelle Ines hat eine junge Frau ihrem Mann entfremdet, bis diese zutiefst verzweifelt sich selbst und Ines mit Gas vergiftet hat. Die sinnlich verführerische Estelle hat ihr Kind ermordet und ihren Geliebten in den Tod getrieben. Alle drei sind sich bewusst, dass sie sich in der Hölle befinden und machen sich auf das Schlimmste gefasst, aber die erwartete Folter und die körperlichen Qualen stellen sich nicht ein, nur eine leichte Hitze ist zu verspüren. Tastend versuchen sie voneinander den Grund für die Höllenfahrt zu erfahren, ohne jedoch ihre eigene Schuld zu offenbaren. Sehr bald entdecken sie, dass sie zu ihren eigenen Folterknechten bestimmt sind, indem sie sich gegenseitig die Lebenslügen entreißen. Ein kurzes Aufflackern von Solidarität erlischt unter der Angst und dem gegenseitigen Hass. Jeder ist verdammt dazu, die anderen beständig zu quälen und selbst von den anderen gequält zu werden. Die lesbische Ines verzehrt sich nach Estelle, die aber nichts von ihr wissen will und sich an Garcin heranmacht. Garcin wiederum lechzt nach der intellektuellen Anerkennung von Ines. So dürstet jeder nach der Hilfe eines der beiden anderen, aber sich diesem nähernd, verletzt er zugleich zutiefst den anderen. Sie können weder voneinander lassen, noch voreinander fliehen, nicht einmal töten können sie sich - sie sind bereits tot! Und so gilt auf ewig: "Die Hölle, das sind die anderen". Nacheinander proben alle den natürlich vergeblichen Ausbruch aus diesem Gefängnis, indem sie schreien oder an die Tür schlagen. Als dann plötzlich die Tür sich öffnet, erschrecken sie alle vor der vermeintlichen Falle der Freiheit und drängen sich wieder aneinander. Wenn Garcin am Ende die letzten Worte "also - weitermachen" sagt, hat sich ihre Lage nicht verändert. Sie werden ihre Notgemeinschaft ewig aufrechterhalten müssen, ohne wirklich voranzukommen."
01.09.2005 09:43
Honigkuchenpferdchen Honigkuchenpferdchen ist weiblich
Einzigartiges Kastenweißbrot


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Ich muss ja ganz ehrlich mal sagen, dass ich schon sehr überrascht bin wo das Kastige Brot von nebenan alles so seine Wurzeln hat. Ein richtig internationlaes Brot.
Was ich dann nicht so ganz verstehe ist natürlich die viel geübte Kritik, Bernd würde (wie so viele andere Sendungen auch, bei denen es aber zutrifft) verdummen. Das kann dann ja irgendwo nicht stimmen. Und Jean Paul Sartre ist jetzt nun mal einer der anekanntesten Philosophen, das kann niemand bestreiten.

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28.10.2005 16:49 Honigkuchenpferdchen ist offline E-Mail an Honigkuchenpferdchen senden Beiträge von Honigkuchenpferdchen suchen Nehme Honigkuchenpferdchen in deine Freundesliste auf Füge Honigkuchenpferdchen in deine Kontaktliste ein
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Naja, momentan ist Sartre doch ziemlich out. Er hatte zwar gerade ein Jubiläumsjahr, seine Theorien werden aber vielleicht gerade deshalb zZt ordentlich zerpflückt.
Was zugegeben ein wenig an diesem Kommentar vorbeiantwortet, aber dies nur als kleiner weiterer Beweis, dass Bernd seine Fans nicht verblödet. Grinsen

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Ich wurde mit der natürlichen Begabung geboren, andere Menschen auf die Palme zu bringen. Soll ich dieses Talent etwa brachliegen lassen?
29.10.2005 13:41 Nina ist offline E-Mail an Nina senden Homepage von Nina Beiträge von Nina suchen Nehme Nina in deine Freundesliste auf
BukTom
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Zitat:
Original von Nina
Naja, momentan ist Sartre doch ziemlich out. Er hatte zwar gerade ein Jubiläumsjahr, seine Theorien werden aber vielleicht gerade deshalb zZt ordentlich zerpflückt.
Was zugegeben ein wenig an diesem Kommentar vorbeiantwortet, aber dies nur als kleiner weiterer Beweis, dass Bernd seine Fans nicht verblödet. Grinsen


... da könnt´ ich ja jetzt auf nur wenigen Dutzend DIN A4- Seiten Stellung
dazu nehmen- aber das würde einer gewissen MnP, äh, ... leicht mißfallen.

Sehr einig aber sind wir in Deinem letzten Satz !! Küssi
29.10.2005 15:16
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Ich habe ja nicht gesagt, dass ICH Sartre zerpflücke. Augenzwinkern
Ich beobachte das Geschehen nur von außen. Und es ist halt eine Tatsache, dass J.-P.S.' Kritiker ihm sein "Star-tum" vorgeworfen haben, inklusive der Tatsache, dass er die Philosophie in die Jazz-Kneipen verlagert hätte (obwohl er selbst gar nicht in Jazz-Kneipen ging), dass er sich außerdem auch zur Dramatik bekannte (Philosoph und Literat in einem, das geht nun wirklich nicht!), und dass er an seinen Studentinnen nicht nur die geistigen Fähigkeiten geschätzt hätte.

Soviel zu den Vorwürfen. Zugegeben, die gab es schon zu Sartres Lebzeiten. Aber gerade jetzt werden eben diese Stimmen wieder etwas lauter (wohl angesichts des Jubiläums).

Und jetzt bin ich auch schon wieder ruhig. Ich entschuldige mich für diesen Ausbruch an Gelaber, aber ich sitze schon den ganzen Tag in der Arbeit und leide - ich brauche ein Ventil! Mauer

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29.10.2005 15:54 Nina ist offline E-Mail an Nina senden Homepage von Nina Beiträge von Nina suchen Nehme Nina in deine Freundesliste auf
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