Mein Leben in der Hölle, Kap. 239b

  • Also da hatte ich doch wieder einen meiner genialen Einfälle.
    Hypothese: Pessimisten haben Pech, Optimisten Glück.
    Experimentelle Evidenz: Bernd und ich.
    Als Wissenschaftler mit Leib und Seele grübelte ich sofort,
    wie man einen solchen Effekt (der zwar esoter durchaus
    passend, aber mit der heutigen Physik wenig verträglich
    ist) sauber beweisen oder widerlegen könnte. Ich war
    gerade bei atomaren Zufallsgeneratoren, Vorpsychoauslese,
    Elektroschocks und finanziellen Belohnungen, als ich meinen
    Bus kommen sah. Genau zwei Sekunden, bevor er zu meiner
    Haltestelle kommen konnte, krachten zwei Sonntagsfahrer
    beim Abbiegen zusammen und versperrten dabei die nicht
    gerade schmale Hauptstraße so optimal, als hätten sie es
    so geplant, und ich durfte zu Fuß gehen.


    Ich weiß nicht, welcher Witzbold dieses Universum steuert.
    Aber sollte ich ihn jemals von Angesicht zu Angesicht treffen,
    werde ich ihm eins in die Fresse hauen, und wenn es das
    letzte ist, was ich tue. :gg:

  • Zitat

    Original von Roggen
    Ich weiß nicht, welcher Witzbold dieses Universum steuert.
    Aber sollte ich ihn jemals von Angesicht zu Angesicht treffen,
    werde ich ihm eins in die Fresse hauen, und wenn es das
    letzte ist, was ich tue. :gg:


    Du meinst warscheinlich eine SIE.
    Denn SIE ist ein dummes Miststück und eine Männerhasserin.

  • Zitat

    Original von aga80


    Du meinst warscheinlich eine SIE.
    Denn SIE ist ein dummes Miststück und eine Männerhasserin.


    aber angesichts solcher geistreicher kommentare kann ich sie irgendwie verstehen :rolleyes:

  • Zitat

    Original von aga80
    Du meinst warscheinlich eine SIE.
    Denn SIE ist ein dummes Miststück und eine Männerhasserin.


    OK das ist ein zusammengesetztes Zitat.


    Während eines Praktikums:
    Es fieht ein Komentar sowas in Richtung "Oh mein Gott".
    Die Cheffin ( ihres Zeichens esoterisch angehaucht ) "Du meinst warscheinlich eine SIE."
    Ein anderer Kollege (Die Freundin hatte ihn kurz vorher verlassen und ihn noch ziemlich dabei um Inventar und Geld erleichtert).
    "Ja dann ist es klar, denn SIE ist ein dummes Miststück und eine Männerhasserin."


    :engel: HÖ HÖ was so in einer Mittagspause passieren kann. X(

  • :smilie:


    eine freundin hat sich vor kurzem von der pastorin in ihrer kirche erzählt, dass diese in predigten von "euren feindinnen und feinden" u.ä. spricht.
    aber da geht es um menschen, und das kann ich nachvollziehen, auch wenn es meinen ohren komisch klingen würde (bin keine kirchgängerin - um gottes willen X()
    wenn manche dann aber anfangen, von "gott, einer SIE", zu reden, dann driftet das in meinen augen ins lächerliche ab - als würde es bei einem gott ein geschlecht geben

  • Zitat

    Original von Frau Bulotschka
    wenn manche dann aber anfangen, von "gott, einer SIE", zu reden, dann driftet das in meinen augen ins lächerliche ab - als würde es bei einem gott ein geschlecht geben


    Wieso sollten die Götter kein Geschlecht haben?
    Es gibt immerhin genug Religionen, in welchen es Götter und Göttinninen gibt und diese sind nicht nur Fehleitungen und irren sich zwangsläufig, von den achso perfekten Christenn natürlich mal abgesehen :nana:


    Das musst du mir jetzt mal erklären, warum es für dich lächerlich klingt, wenn ein Gott ein Geschlecht hat!

  • Zitat

    Original von Frau Bulotschka
    wenn manche dann aber anfangen, von "gott, einer SIE", zu reden, dann driftet das in meinen augen ins lächerliche ab - als würde es bei einem gott ein geschlecht geben


    Ich nemen das ganze gar nicht ernst, das ich mich eher als Agnostiker betrachte.

  • Zitat

    Original von Alex
    Das musst du mir jetzt mal erklären, warum es für dich lächerlich klingt, wenn ein Gott ein Geschlecht hat!


    gerne! ich bezog mich dabei ausschliesslich auf monotheistische religionen (wie christentum eine ist). und zu geschlechten gehört mehr als ein, denn es gibt kein geschlecht ohne geschlechterunterscheidung. von daher kann es bei einem gott eigentlich kein geschlecht geben.


    ich bin keineswegs religiös und interpretiere religiöse phänomene von ihrer kulturellen seite bzw. als primär soziale phänomene


    von diesem standpunkt aus ist es keineswegs zufällig, dass der gott in der chr. religion tendenziell als männlich interpretiert wird, vor allem als Vater:
    diese religion stellt(e) ein subsystem der patriarchalen gesellschaft dar, auch in dem sinne, dass sie auf unterschiedlichen ebenen zur reproduktion der patriarchalen gesellschaftsordnung beiträgt


    das ist der zweite grund für mich, warum ich "gott, eine SIE" als ein paradoxon ansehe


    PS ich hoffe, du schwingst für gewöhnlich keine keule :nana: bei offline debatten :smilie:

  • Zitat

    Original von aga80


    Du meinst warscheinlich eine SIE.
    Denn SIE ist ein dummes Miststück und eine Männerhasserin.


    <schulterzuck> In dem Falle nicht, man haut keine Mädchen,
    und außerdem passiert dann die ganze Scheiße bloß,
    weil sie mal wieder ihre Tage hat, was man als Entschuldigung
    gelten lassen kann :gg:
    (Auch diese Hypothese ließe sich schnell durch eine
    Fourieranalyse überprüfen. :-8 )

  • Zitat

    Original von Frau Bulotschka
    PS ich hoffe, du schwingst für gewöhnlich keine keule :nana: bei offline debatten :smilie:


    Nö, da bin ich eher als Pazifist bekannt :gg:


    Aber mit der Erklärung kann ich leben. :grin:

  • Ich bin schon son bisschen religiös, bin aber kein Hardcore Christ oder so. Ich steh dem Thema Religion durchaus kritisch gegenüber. Allein der Grundsatz, das man sich kein Bild von Gott machen soll, steht schon im Widerspruch zu dem allgemein üblichen "ER", wenn es kein Bild gibt, warum können wir dann eine eindeutige Geschlechtsbestimmung machen? In der Bibel ist dieses Thema auch sehr kontrovers. In der Deutschen übersetzung wird meist von Herr gesprochen, aber es gibt auch Übersetzungen, wo Gott nicht Herr sonder Jehova genannt wird. In diesem Falle ist kein Geschlecht zu bestimmen, da dies ein Fantasiename ist. Meine Meinung ist also, dass jeder das von Gott denken soll, was er meint.

  • Hallo !


    Evtl. helfen auch ein paar Definitionen weiter:
    "Gott (von althochdeutsch got: anrufen), höchstes Wesen. Im Monotheismus ist Gott der Schöpfer der Welt, dem die Attribute Unendlichkeit, Unveränderlichkeit, Ewigkeit, Güte, Wissen (Allwissenheit) und Macht (Omnipotenz) zugeschrieben werden (Schöpfung). In vielen Religionen werden Gott menschliche Gefühle und Charaktereigenschaften zugesprochen wie Willen, Liebe, Zorn und Vergebung (Anthropomorphismus). Philosophische und religiöse Ansätze: Blaise Pascal stellte den “Gott der Philosophen” als bloße abstrakte Idee dem “Gott des Glaubens” als einer erfahrbaren, lebendigen Realität gegenüber. Nikolaus von Kues war der Überzeugung, dass Gott nur durch mystische Vereinigung erfasst werden könnte und betonte das “Zusammenfallen der Gegensätze” in Gott. Søren Kierkegaard verstand Gott als “Paradoxon”. Der Theologe Paul Tillich bezeichnete Gott als “Seinsgrund” und als “das, was uns unmittelbar angeht”. Grundlegende Merkmale: Gott wird einerseits als transzendent (übersinnlich) betrachtet, wobei sein Anderssein, seine Unabhängigkeit von der Weltordnung und seine Macht über die Weltordnung betont werden. Andererseits wird er als immanent angesehen, d. h. er ist in der Welt gegenwärtig und greift in das Weltgeschehen ein (siehe Theismus, Deismus). Während die monotheistischen Religionen Gott als den Einen verehren, als das höchste Wesen, das alle Dinge umfasst, geht der Polytheismus von einer Vielzahl verschiedener Götter aus.
    Judentum, Christentum und Islam: Das Judentum, das Christentum und der Islam, die auf die Tradition des Alten Testaments zurückgehen, glauben an den einen personalen und transzendenten Gott. Die jüdische Auffassung von Gott: Im Alten Testament ist die Welt nicht die Emanation Gottes, sondern das Produkt seines Willens. Da Gott nicht erfasst werden kann, ist es verboten, sich ein gegenständliches Bild von ihm zu machen ..."


    Ich persönlich ordne mich als Pantheist ein:


    "Pantheismus (griechisch pan: alles; theos: Gott), philosophisch-theologische Lehre, nach der das Göttliche in allen Dingen der Welt existiert oder mit der Welt identisch ist. Dabei kann entweder von der Erfahrung des Göttlichen ausgegangen und dann spekulativ die Beziehung zwischen dem Nichtgöttlichen und dem Göttlichen ergründet werden. Diese Position wird üblicherweise nichtkosmischer Pantheismus genannt. Oder aber den Ausgangspunkt bildet die Erfahrung der Vielfalt des endlichen, werdenden Seienden, und der Name Gott wird als Ausdruck allumfassender Totalität gedacht. Dieser Standpunkt wird als kosmischer Pantheismus bezeichnet. Die prägnantesten Ausformungen des nichtkosmischen Pantheismus stammen aus der hinduistischen Tradition, deren größter philosophischer Vertreter der indische Philosoph Sankara war. Sein System offenbart freilich auch die Schwierigkeiten dieser Lehre: Tendenzen machen sich bemerkbar, die Realität des endlichen Seienden, die Wirklichkeit des Bösen, der Freiheit und des Zufalls zu leugnen und auch das Individuum als letztlich unwirklich anzusehen. Im abendländischen Denken gilt der niederländische Philosoph Baruch Spinoza als führender Vertreter der pantheistischen Weltsicht."


    ... oder, wie man es bei Lessing sehr treffend findet, wie ich meine:


    "... und so sagt Lessing, „daß Gott in dem Verstande, in welchem endliche Dinge eins sind, unmöglich eins sein könne", sondern eine vollständige Vorstellung von sich haben müsse, in der sich alles befindet, was in ihm selbst ist, also auch Gottes notwendige Wirklichkeit. Sie ist ein Bild, das die gleiche Wirklichkeit hat wie Gott selbst. Anders ausgedrückt: Gott schafft aus sich selbst heraus und in sein Bewußtsein hinein die gegenständliche Welt, so daß er in ihr sich selbst gegenübersteht, in ihr sich selbst zum Objekt seines allumfassenden Ich hat. ..."


    MfG
    BukTom
    :hallo:

  • Zitat

    Original von Roggen


    Ich weiß nicht, welcher Witzbold dieses Universum steuert.
    Aber sollte ich ihn jemals von Angesicht zu Angesicht treffen,
    werde ich ihm eins in die Fresse hauen, und wenn es das
    letzte ist, was ich tue. :gg:


    Dieser Witzbold heißt nicht Gott (oder Göttin, für die Feministinnen), sondern Murphy. Sein Gesetz besagt auch : Alles, was schiefgehen kann, geht schief.


    Will heißen: wenn du etwas sehr unangenehmes zu erledigen hast, z. B. eine Wurzelbehandlung beim Zahnarzt o.ä., kommt der Bus pünktlich. Hast du aber etwas ganz tolles vor und es regnet auch noch, kannst du davon ausgehen, dass mit dem Bus irgendetwas passiert. So einfach ist das.


    Und ich glaub, wenn du Murphy hauen willst, wird er sich ducken und du brichst dir an der nächsten Wand das Handgelenk oder so was in der Art :smilie:


    Wenn man vornherein davon ausgeht, dass es schiefgeht, wird man auch nicht mehr überrascht, sondern kann die Situation mit einem "Ich wusste es" passend kommentieren.